Nach den Eröffnungsworten der Schulleiterin kam es gleich zum ersten Höhepunkt: der Einweihung des neuen Beachvolleyballfeldes – mit einem Match der Lehrkräfte gegen ihre Schülerinnen. Lange konnten die Lehrerinnen und Lehrer gut mithalten und gingen sogar in Führung. Warum es am Ende doch zum Sieg der Schülerinnen kam, darüber gingen die Meinungen auseinander: Während die einen darin einen Akt des „pädagogischen Gewinnenlassens“ und einen wohlüberlegten „intentionalen
Absichtssieg“ sahen, hatte die Mehrheit eine andere Erklärung: durch knallharte
Aufschläge, den Fokus auf das Wesentliche und vor allem hervorragendes Teamwork machten die trainierten Schülerinnen am Ende den Unterschied.
Wie auch immer man es nennen möchte: Auf dem neuen Feld wurde jedenfalls
eindrucksvoll gezeigt, was passiert, wenn unsere Schülerinnen konzentriert
zusammenspielen. Sie können es also mit ihren Lehrkräften aufnehmen.
Doch nicht nur beim Volleyball wurde klar, was unsere Schule auszeichnet. Auf dem
Ganzen, sehr gut besuchten Schulhof zeigte sich die Stärke des ESGs: das
Zusammengehörigkeitsgefühl – und die Bereitschaft, gemeinsam noch einen Schritt
weiterzugehen.
Ob bei Speisen und Getränken, um die sich Schulelternbeirat und Freundeskreis
kümmerten, oder bei den zahlreichen Projektpräsentationen: Überall war zu spüren,
dass die Menschen hier gerne miteinander feiern. „Ihr macht einfach einen guten Job!“, fasste es ein Vater zusammen. Eine andere Rückmeldung lautete: „Eine wunderbare Schule – und großartige Mädchen.“
Und das waren sie wirklich.
Auch das schulische Organisationsteam um Frau Sandhoff war sichtlich beeindruckt. Die Schülerinnen waren nicht nur dabei, sondern nahmen die Sache selbst in die Hand: Sie organisierten ihre Projekte, präsentierten sie eigenständig und stellten sogar den Schichtplan auf die Beine. Literatur und K-Pop, Podcast und Fossilien, Tanzen und Turnen – die Mischung war bunt und vielfältig. Jede Gruppe brachte ihre eigenen Interessen und Talente mit.
Bei den Fünftklässlerinnen kam das Gesichtsschminken gut an. Beim Speyerer Tierheim dürfte man sich dagegen eher an das Projekt „Naturkosmetik“ erinnern: Die Schülerinnen stellten Seifen und Badekugeln selbst her, verkauften sie und entschieden, den Erlös an das Speyerer Tierheim weiterzugeben.
Eigene Ideen entwickeln, etwas auf die Beine stellen und dabei an andere denken – viel mehr muss man über „Starke Mädchen“ eigentlich gar nicht sagen.
Auch ehemalige Schülerinnen – bis zurück zum Abiturjahrgang 1971 – waren zum Fest gekommen und staunten: „Toll, wie sich die Schule entwickelt hat!“ Ehemalige und aktuelle Schülerinnen kamen ins Gespräch, vernetzten sich und tauschten sich über berufliche Perspektiven aus. Schule verbindet eben manchmal weit über das Abitur hinaus.
Und dann wurde es noch einmal richtig groß.
Vor den abschließenden Tänzen von „Rythm Attack“ unter der Leitung von Frau Schilling schwebte ein ganz besonderer Höhepunkt in Richtung Himmel. Einige ESGlerinnen knoteten sich dafür schon fast die Finger wund und füllten einen nachhaltig produzierten Heliumballon nach dem anderen, bis die Zimmerdecke dicht an dicht mit Ballons und Wünschen hing.
Schon Tage zuvor hatten Schülerinnen ihre Wünsche für eine friedvolle Welt
aufgeschrieben – für eine Welt, in der Menschen zusammenhalten und gemeinsam am Wohl aller arbeiten. Nun wurden die Wünsche an mehr als hundert Heliumballons befestigt.
Ein gemeinsames Kommando.
Und los! Was für ein Bild!
Über hundert Ballons stiegen in den Himmel, begleitet von spontanem, begeistertem Jubel. Und mit ihnen machten sich all die Wünsche, Hoffnungen und Gedanken auf den Weg in die Welt.
Und wer weiß: Vielleicht ist der eine oder andere Wunsch ja inzwischen schon in
Schlierbach oder Winnenden angekommen. Erste Ballons wurden dort jedenfalls bereits gesichtet.
Vielleicht ist genau das die beste Art, ein Jubiläum zu feiern: gemeinsam zurückblicken, gemeinsam nach vorne schauen – und ein paar gute Wünsche einfach losfliegen lassen.










