Abitur 2026

Am Mittwochabend, dem 25.04.2026, lag bereits eine besondere Stimmung in der Aula des ESG in der Luft, während die Abiturientinnen noch ihren Gottesdienst feierten. Der Freundeskreis und die Jahrgangsstufe 11 hatten alles liebevoll vorbereitet, und nach und nach füllte sich der Raum mit erwartungsvollen Gästen. Man spürte: Das wird ein besonderer Abend.

Als die Feier begann, wurde schnell deutlich, wie viel dieser Jahrgang gemeinsam erlebt hat.

Die Schulleiterin Christa Bernardi lud mit ihrer Rede dazu ein, noch einmal innezuhalten und zurückzublicken. Sie sprach von den vielen Erfahrungen, die die Abiturientinnen geprägt haben – und davon, was aus ihnen geworden ist: nicht nur starke Mädchen sondern starke junge Frauen. Deren Stärke, so machte sie deutlich, zeigt sich nicht im Gegeneinander, sondern im Miteinander, darin, die eigene Stimme zu finden und die Widersprüche unserer Welt auszuhalten.

Auch Marcus Deuchler, der für die Lehrkräfte sprach, blickte mit einem Augenzwinkern und viel Wärme auf die gemeinsame Zeit zurück. In seinen Anekdoten wurden die vielen Facetten dieses Jahrgangs lebendig – von entspannt bis ehrgeizig, von perfekt organisiert bis „Ich lerne dann heute Nacht“. Dabei wurde vor allem eines klar: Dieser Jahrgang bringt alles mit, was es für den weiteren Weg braucht – Mut, Neugier und eine eigene Haltung.

Aus der Elternschaft, dem Freundeskreis und der Schülerschaft kamen weitere Stimmen, die vor allem eines betonten: Diese Schule war für viele ein sicherer Ort – ein Ort zum Lernen, zum Wachsen und zum Freundschaften schließen. Umso größer ist nun der Stolz, die Abiturientinnen in einen neuen Lebensabschnitt verabschieden zu dürfen.

Besonders bewegend war die Rede der Stufensprecherin. Sie nahm alle mit auf eine Reise zurück in die 5. Klasse und erinnerte an den kleinen Stein mit der Raupe, den damals jede erhalten hatte. Ihr Bild machte Mut und berührte zugleich: Die vergangenen Jahre waren eine Zeit der Verwandlung – und nun sitzen hier keine Raupen mehr, sondern Schmetterlinge, bereit, ihre eigenen Wege zu gehen.

Musikalisch wurde der Abend stimmungsvoll begleitet – mal nachdenklich, mal ermutigend und immer passend zu den Worten.

Mit der Ehrung besonderer Leistungen wurde es dann feierlich und ein wenig ernster. Dabei zeigte sich noch einmal eindrucksvoll, wie vielfältig die Begabungen in diesem Jahrgang sind.

Der wohl wichtigste Moment des Abends folgte schließlich mit der Zeugnisvergabe. Die Schulleiterin erinnerte daran, diesen Augenblick ganz bewusst zu erleben – denn er ist einzigartig. Unter großem Applaus nahm jede Abiturientin ihr Zeugnis entgegen.


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