Es war einmal…

… vor 12 Wochen. Kurz vor der Schulschließung. Schülerinnen der Klasse 8c hatten sich zuvor viele Wochen lang intensiv mit Anne Franks Tagebuch beschäftigt. Ein Bericht von Bettina Niekum.

Bei ihrer intensiven Beschäftigung wählten sie einige Tagebucheinträge aus, die einen besonders guten Einblick in das Leben von Anne in ihrem Versteck gewähren. Selbstbewusst setzten sich die Schülerinnen in den großen Pausen vor der versammelten Schulgemeinschaft ans Mikrophon und trugen in mehreren Lesungen ihre ausgewählten Passagen vor. Am Ende jeder Lesung verteilten sie interessante Gedanken von Anne Frank in Form von Give-aways an die zuhörenden Schülerinnen und Lehrkräfte.

Nun - nach 12 Wochen - kehren unsere Schülerinnen der Klasse 8c wieder zurück in die Schule. Wie sie wohl heute die Gedanken Annes hören, die sie damals vorlasen? Worte wie „Freie Menschen werden niemals begreifen können, was Bücher für diejenigen bedeuten, die eingesperrt leben“ oder „Wo Hoffnung ist, da ist Leben. Es erfüllt uns mit neuem Mut und macht uns wieder stark“ oder „Das beste Heilmittel für diejenigen, die Angst haben, sich allein fühlen oder unglücklich sind, ist, nach draußen zu gehen, an einen Ort, an dem sie ruhig sein können, allein mit dem Himmel, der Natur und Gott. Denn nur dann fühlt man, dass alles so ist, wie es sein sollte.“ Vielleicht haben diese Worte ihnen in den letzten Wochen Mut gemacht, so wie Annes Gedanken Menschen bis zum heutigen Tag Mut machen. Dann heißt es nicht nur „Es war einmal“, sondern „Es ist“.


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